Was dich erwartet
BerührtSein ist ein achtsam angeleitetes Gruppenangebot für Menschen, die neugierig auf bewusste Berührung sind – ganz ohne Vorerfahrung. Du musst nichts können und nichts leisten. Du darfst ausprobieren, wahrnehmen und deinen eigenen Erfahrungen folgen.
Wir steigen an diesem Tag sanft in das Feld „Berühren“ und „Wahrnehmen“ ein.
Mit einfachen Kennenlern-, Bewegungs- und Spürübungen kommst du zunächst in der Gruppe und bei dir selbst an. Danach wird es Schritt für Schritt um bewusste Berührung gehen.
Du wirst angeleitet und bekommst Raum, selbst zu erforschen:
- Was nehme ich wahr, wenn mich jemand berührt?
- Was verändert sich, wenn ich selbst berühre?
- Wo kann ich Berührung genießen?
- Wo werde ich unsicher oder angespannt?
- Was brauche ich, damit Nähe für mich stimmig wird?
- Was spüre ich – und was vielleicht noch nicht?
Die Übungen sind bewusst langsam und klar angeleitet.
Du bekommst Zeit, deine eigenen Empfindungen wahrzunehmen, statt schnell von einer Übung zur nächsten zu gehen.
Dabei kann ganz Unterschiedliches auftauchen: Entspannung und Freude, Sinnlichkeit und Lebendigkeit – aber genauso Unsicherheit, Anspannung, Irritation oder das Gefühl, zunächst wenig zu spüren.
Alles davon darf da sein.
Was hast du davon?
Berührung ist eine Form von Kommunikation.
Wir können viel über Nähe, Grenzen und Kontakt wissen und trotzdem merken, dass wir in der konkreten Begegnung unsicher werden. BerührtSein setzt genau dort an:
Wir können viel über Nähe, Grenzen und Kontakt wissen und trotzdem merken, dass wir in der konkreten Begegnung unsicher werden. BerührtSein setzt genau dort an: nicht beim Nachdenken über Berührung, sondern beim tatsächlichen Erleben.
Du kannst dabei lernen,
- deinen Körper genauer wahrzunehmen,
- angenehme und unangenehme Empfindungen früher zu erkennen,
- deine Grenzen bewusster zu spüren,
- klarer zu merken, was du möchtest und was nicht,
- Berührung bewusster zu geben,
- Berührung leichter anzunehmen,
- und dich selbst in Begegnung mit anderen besser kennenzulernen.
Das kann auch über den Abend hinaus etwas verändern.
Denn wenn du genauer wahrnimmst, was in dir geschieht, kannst du auch im Alltag leichter darauf reagieren: ein Ja deutlicher spüren, ein Nein früher bemerken oder Nähe bewusster zulassen.
Das Besondere an BerührtSein
Die Langsamkeit
Im Alltag geht vieles schnell. Auch Berührung kann schnell zu etwas werden, das wir einfach „machen“.
Hier ist es anders.
Die Übungen geben dir Zeit, wirklich wahrzunehmen. Was passiert gerade in deinem Körper?
Was verändert sich? Wird etwas angenehmer, intensiver oder vielleicht auch klarer?
Langsamkeit macht feine Unterschiede spürbar.
Du musst nichts können.
BerührtSein ist kein Kurs, in dem du eine bestimmte Technik lernen musst.
Es geht nicht darum, besonders achtsam, sinnlich oder berührungskompetent zu sein.
Du darfst dort anfangen, wo du gerade bist.
Erleben, statt darüber reden.
Du kannst viel über Körperwahrnehmung, Grenzen oder Intimität lesen.
Etwas anderes ist es, tatsächlich in einer Begegnung zu merken:
- So fühlt sich mein Ja an.
- So fühlt sich mein Nein an.
- Das tut mir gut.
- Hier werde ich unsicher.
- Davon möchte ich mehr.
Genau diese unmittelbare Erfahrung steht bei BerührtSein im Mittelpunkt.
Wann ist BerührtSein etwas für dich?
Vielleicht besonders dann, wenn du neugierig bist, aber noch nicht weißt, ob Angebote rund um bewusste Berührung überhaupt etwas für dich sind.
Du brauchst keine Tantra-Erfahrung, keine Meditationserfahrung und keine besondere Offenheit.
Das Angebot kann gut passen, wenn du
- Berührung grundsätzlich magst und bewusster erleben möchtest,
- dich manchmal schwer damit tust, Nähe zuzulassen,
- deinen Körper stärker wahrnehmen möchtest,
- deine eigenen Grenzen besser kennenlernen möchtest,
- neugierig auf neue Formen von Begegnung bist,
- oder einfach einmal ausprobieren möchtest, was bewusste Berührung mit dir macht.
Du musst dabei nicht mit einem konkreten Problem kommen.
Neugier reicht.
Wie sind die Begegnungen mit anderen Teilnehmenden?
Die Übungen werden klar angeleitet und führen dich Schritt für Schritt in die bewusste Begegnung mit anderen. Dabei kann es sowohl um das Geben als auch um das Empfangen von Berührung gehen; auch gleichgeschlechtliche Begegnungen sind möglich.
Es geht ausdrücklich nicht darum, dass sich die Teilnehmenden gegenseitig eine Tantra- Massage geben. Stattdessen gibt es verschiedene angeleitete Berührungsübungen, die dir ermöglichen, deine eigene Wahrnehmung und deine Berührbarkeit zu erkunden.
Was für dich dabei möglich ist, wird nicht einfach vorausgesetzt. Du darfst jederzeit wahrnehmen, was sich für dich stimmig anfühlt, deine Grenzen benennen und selbst entscheiden, worauf du dich einlassen möchtest.
Nicht nur Berührung wahrnehmen, sondern auch die eigene Entscheidung darüber – genau das gehört zur Erfahrung dazu.
BerührtSein ist KEIN Tantra-Seminar
BerührtSein arbeitet mit Themen, die auch in tantrischen Erfahrungsräumen eine Rolle spielen können – Körper, Berührung, Wahrnehmung, Nähe und Lebendigkeit.
Trotzdem musst du dich weder mit Tantra identifizieren noch dich dafür interessieren.
BerührtSein ist vor allem ein konkreter Erfahrungsraum für bewusste Berührung.
Ein möglicher Einstieg
Wenn du dich für Körperarbeit, bewusste Berührung oder die anderen Erfahrungsräume des Instituts interessierst, aber noch nicht weißt, ob du dich darauf einlassen möchtest, kann dieser Abend ein guter erster Schritt sein.
Du kannst zunächst erfahren, wie es sich für dich anfühlt, in einem klar angeleiteten und geschützten Rahmen mit Berührung zu experimentieren.
